SPACEWALL Lamellenwände gehören nicht ohne Grund zu unseren absoluten Verkaufsschlagern: Sie haben einen professionellen Look und sind von hoher Qualität. Insbesondere die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten durch eine große Vielfalt bei Abmessungen, Dekoren und Ausstattungszubehör machen SPACEWALL zu einem vielseitigen Ladenbausystem. Praktischerweise können Sie alles anpassen, damit es Ihre Vorstellungen und Anforderungen erfüllt; Umbauten sind jederzeit möglich, auch Wunschdekore und Sondermaße lassen sich realisieren. Dank stabiler Bauweise und durchdachter Konstruktion entsteht ein Präsentationssystem mit großer Tragfähigkeit und stimmigem Gesamteindruck.
Doch wie montiert man eigentlich eine SPACEWALL Lamellenwand? Mit dieser Anleitung befestigen Sie Ihre SPACEWALL-Paneele sicher, lotrecht und mit maximaler Traglast.
Inhaltsverzeichnis
Werkzeug-Checkliste: Was Sie für die SPACEWALL Montage benötigen
Bevor Sie starten, legen Sie das passende Werkzeug bereit.
- Zur Distanzmessung: Maßband, Zollstock oder Laserentfernungsmesser → Damit ermitteln Sie Raumhöhe und -länge sowie den Abstand zur Wand.
- Zur Ausrichtung: Wasserwaage oder Kreuzlinienlaser → Damit markieren Sie Bohrlöcher, um Ihre SPACEWALL exakt waagerecht bzw. senkrecht zu montieren.
- Bleistift oder Markierstift
- (Akku)-Bohrer + passender Bohrersatz
- (Akku)-Schrauber
- eventuell Cuttermesser → für Kabelkanäle oder Aussparungen
- geeignetes Befestigungsmittel: Wichtiger Hinweis: Verwenden Sie ausschließlich Dübel und Schrauben, die für die Beschaffenheit der Rückwand geeignet sind, damit Ihre SPACEWALL Lamellenwand sicher hängt und tragfähig ist! (siehe unten)
Optimal sind Schrauben von 4,5 bis 5 mm Durchmesser mit flachem Kopf. Für die Länge gilt eine Faustregel: Dübellänge + 10-15 mm Überstand der Schraube.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wahl zwischen zwei Methoden für die Montage
Die Montage ist auf verschiedene Arten möglich: verschrauben oder einhängen, je nachdem, wieviel Platz zur Verfügung steht, wie die Rückwand beschaffen ist oder welchen ästhetischen Anspruch Sie haben.
Methode 1: Direkte Verschraubung
Diese Methode erfordert plane Wände. Sie bietet die höchste Stabilität. Es gibt zwei Montagevarianten:
Variante A: Sichtbare Verschraubung durch das Profil (Maximale Traglast)
Dafür schieben Sie zunächst die Alu-Einlegeprofile in die horizontalen Schlitze in den Lamellenpaneelen. Die Schienen haben neben der optischen auch eine funktionale Aufgabe: Sie verstärken die Nuten, damit sie das Gewicht an Haken, Konsolen oder Regalen tragen können und die MDF-Kanten nicht ausbrechen. Außerdem sorgen sie für eine saubere Optik.
Dann bohren Sie mit einem dünnen Bohrer durch diese Schienen und die Lamellenwand in die Trägerwand oder in bereits montierte Trägerlatten vor, damit das Aluprofil nicht reißt oder sich verzieht. Anschließend ziehen Sie alles mit einer passenden Schraube fest, aber nur so weit, dass das Profil anliegt. Sonst verzieht es sich und die Warenträger sitzen später schief.
Setzen Sie etwa alle 400 mm eine Schraube in das Profil.
Bei dieser Methode der Verschraubung sind allerdings die Köpfe der Schrauben – selbst bei Panheadschrauben – in der Schiene sichtbar. Das muss kein Nachteil sein: Bei einer Ladeneinrichtung im Industrial Style ist dieser Aspekt ein interessantes Gestaltungselement. Zudem verdecken manchmal die Warenträger oder auch die Ware einen Teil davon. Außerdem bietet diese Variante der direkten Verschraubung die höhere Stabilität.
Variante B: Verdeckte Verschraubung (Ästhetik-Fokus)
Bei dieser Methode schrauben Sie das Lamellenpaneel ohne Schienenprofile direkt durch die Nutfräsung. Sie können das Paneel unmittelbar an der Trägerwand befestigen oder an vormontierten Latten darauf. Die Schrauben sitzen dann in den Nuten und werden von den Aluprofilen verdeckt. Damit sich die Schienen einschieben lassen, sollten die Schrauben einen Senkkopf haben.
Weil MDF spröde ist, könnte es ausbrechen oder reißen. Damit das nicht passiert, sollten Sie durch das Lamellenpaneel vorbohren. Dadurch haben Sie auch genaue Positionen für die Dübellöcher. Halten Sie dafür das Paneel vor die Wand und markieren die Löcher. Dann können Sie die Dübellöcher bohren und die Dübel einführen.
Anschließend setzen Sie das Paneel wieder richtig an und schrauben es fest an, bis die Schraube bündig mit dem Nutgrund abschließt bzw. der Schraubenkopf vollständig in der MDF-Platte versenkt ist. Erst wenn alle Schrauben gesetzt sind, schieben Sie die Schienenprofile ein. Damit das funktioniert, brauchen Sie seitlich Platz, mindestens in der Länge der Profile.
Profi-Maß: Schrauben sollten spätestens alle 400 mm (waagerecht wie senkrecht) gesetzt werden.
Methode 2: Montage mit Einhängeprofilen (Ideal für Nischen)
Wenn seitlich kein Platz zum Einschieben der Schienen ist oder Sie die Wand in einem Mietobjekt leichter wieder demontieren möchten, können Sie Ihre SPACEWALL einhängen.
Dafür schrauben Sie Einhängeprofile auf die Trägerwand bzw. auf Ihre Trägerkonstruktion. Die Gegenstücke schrauben Sie an die Lamellenpaneele. Wichtig ist, dass die vorgebohrten Schenkel der Einhängeprofile flach aufliegen, damit die Wand im Lot hängt. Sinnvoll ist es, die Bohrlöcher von oben zu setzen, so dass sie zum Kopfteil des Paneels weisen. Ausreichend Stabilität erzielen Sie mit Schrauben der Größe 3,5 x 16 mm. Für maximale Belastbarkeit sollten Sie in jede Bohrung des Paneels eine Schraube setzen. Außerdem empfiehlt es sich, alle 400 mm eine Einhängeschiene zu befestigen.
Wenn Sie am Rand der letzten Paneele etwa 50 bis 150 Millimeter Platz lassen, erzielen Sie einen sauberen Abschluss. Noch schöner wird die seitliche Optik, wenn Sie Abschlussprofile anbringen.
Die Montage mit Einhängeprofilen ist besonders gut geeignet, um eine Lamellenwand in einer Nische zu verwenden. Denn bei dieser Version montieren Sie die SPACEWALL-Wand bereits mit Aluprofilen und brauchen sie nicht nachträglich einzuschieben.
Vorabcheck: Benötigen Sie eine Unterkonstruktion?
Eine Unterkonstruktion aus Holzlatten ist zwar nicht zwingend notwendig, aber in vielen Fällen ratsam. Vor allem bei sehr ungleichmäßigen Wänden schaffen Sie mit einer Lattung eine ebene Fläche zur Montage Ihrer SPACEWALL. Auch an Außenwänden ist es eine Überlegung wert, durch eine Unterkonstruktion eine Hinterlüftung zu erreichen.
Setzen Sie die Latten vertikal, jeweils maximal 400 mm auseinander. Halten Sie 50 bis 150 mm Abstand zu den seitlichen Rändern, so dass Platz für zwei Abschlussprofile bleibt.
Die Physik der Traglast: Sicherheitsregeln
Die Traglast der einer SPACEWALL hängt vom Typ des Paneels ab: Die Light-Version trägt 25 kg. Sie ist als Standard-Variante immer auf Ladenbau.de verfügbar. Die Version Hand-made ist auf 40 kg ausgelegt und auf Anfrage erhältlich. Sogar mit 50 kg kann die Schwerlast-Version belastet werden; auch sie ist auf Anfrage zu bekommen.
Zu einem wesentlichen Teil ergibt sich die Belastbarkeit aus der Montagemethode, die wiederum durch die Art der Rückwand bestimmt ist. Beachten Sie auch, dass lange Warenträger eine höhere Hebelkraft ausüben als kurze Haken.
Wie oben bereits erwähnt, ist es wichtig, die richtigen Befestigungsmittel auszuwählen:
Für Hohlwände, beispielsweise aus Rigips:
- Hohlraumdübel, wie Federklappdübel bzw. Metall-Klappdübel oder Metall- Spreizdübel, sie können deutlich mehr Last tragen als Kunststoffdübel.
Rigips kann nur bis 30 kg pro Dübel tragen. Daher ist eine Hinterkonstruktion empfehlenswert, insbesondere,
- wenn die Lamellenwand schwerer als 10 bis 15 kg ist,
- wenn sie später schwer bestückt werden soll (Warenträger oder Ware),
- wenn die Rigipswand nur einfach beplankt ist.
Hinterkonstruktionen aus Holz- oder Multiplexplatten oder Rahmen aus Metall oder Holzständerwerk verteilen die Last besser.
Für Rigips auf Holzständerwerk:
- Metall-Spreizdübel + Schraube 4,5–5 mm x 35-45 mm
- Federklappdübel (50-70 mm) → im Hohlraum, + Schraube 4,5–5 mm x 50-70 mm
- Holzschrauben (5x 60 mm) → ohne Dübel, direkt in den Holzstände
Für Betonwände: Nylondübel/Schwerlastdübel oder Rahmendübel + Schrauben, dazu Steinbohrer + Schraube 4,5–5 mm x 50-60 mm.
Für Porenbetonwände: Spezialdübel für Porenbeton + Schrauben 5 mm x 60 mm.
Für Ziegel- oder Kalksandsteinwände: Nylondübel mit Spreizfunktion oder Nylondübel mit Verdrehsicherung + Schraube 4,5–5 mm x 50-60 mm.
Typische Montagefehler und wie Sie sie vermeiden!
- Fehler 1: Fehlende Dehnungsfuge. Eine SPACEWALL besteht größtenteils aus Holz, einem Werkstoff, der auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen reagiert. Montieren Sie deshalb Ihre SPACEWALL zu Seitenwänden – insbesondere in Nischen – mit etwa 5-10 mm Abstand. So kann sich die MDEF-Platte ausdehnen oder zusammenziehen, ohne dass es zu Aufwölbungen oder Rissen kommt.
- Fehler 2: Zu große Abstände. Montieren Sie die Latten Ihrer Unterkonstruktion nicht zu weit auseinander und setzen Sie außerdem genügend Verschraubungspunkte. Bewährt haben sich Abstände von 400 mm, um dem Paneel ausreichend Halt zu geben. Denn biegt es sich weder bei schwerer Bestückung noch bei ungünstiger Belastung durch lange Warenträger.
- Fehler 3: Schraubköpfe nicht gesenkt. Sitzt der Schraubenkopf zu hoch, lässt sich bei Nutverschraubung das Profil nicht einschieben. Hingegen fällt bei der Direktverschraubung ein vorstehender Schraubenkopf unschön ins Auge. Damit die Köpfe weder stören, wenn Aluschienen eingeschoben oder Warenträger eingehängt werden, noch optisch wenig auffallen, sollten Sie Schrauben mit flachem Kopf verwenden. Am besten eignen sich Linsenkopf- oder Panhead-Schrauben. Sie haben eine breitere Auflagefläche als gewöhnliche Senkkopfschrauben, können hohe Zug- und Scherkräfte aufnehmen und die Last besser verteilen. Außerdem können sie sich nicht in die Platte hineinziehen und sie dadurch verformen.
Der Feinschliff für Ihr Lamellenwandsystem
Planungs-Check: Sie haben sich noch nicht für ein Dekor entschieden? Entdecken Sie hier unsere SPACEWALL Lamellenwände und die passenden SPACEWALL Warenträger direkt im Shop.
Bei der Gestaltung der Oberfläche haben Sie große Auswahl: Es sind zahlreiche Standarddekore und Lackierungen erhältlich. Sie können unterschiedliche Farben, Holzmaserungen oder Oberflächenbearbeitungen auswählen oder einen eigenen Digitaldruck bestellen.
Es gibt fünf Standardabstände, doch darüber hinaus können Sie auch Maße und Abstände Ihrer Profile individuell in Auftrag geben – Ihre Wunsch-SPACEWALL kommt montagefertig!
Nutzen Sie für eine rundum formschöne Optik auch die speziellen Komponenten aus dem umfangreichen SPACEWALL-Sortiment, wie Abdeckprofile und Abschlussprofile, Eckverbinder und Stoßkantenverbinder oder Kantenschutz. Entdecken Sie hier unser SPACEWALL Lamellenwand Zubehör!
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SPACEWALL Lamellenwand Produktvideo
Quellen:
spacewall.de/
Bildquelle:
Das Titelbild wurde mit KI generiert und nachbearbeitet.








