Visual Merchandising – 10 Tipps für ein einzigartiges Einkaufserlebnis

Visual Merchandising – 10 Tipps für ein einzigartiges Einkaufserlebnis

Ob hervorragende Beratung, Aus- und Anprobieren der Produkte, Ladengestaltung, Visual Merchandising – ein einzigartiges Einkaufserlebnis setzt sich für Kunden aus vielen Faktoren zusammen. Die Customer Journey über das Shopping-Erlebnis im Laden hinaus im Internet optimal zu begleiten, ist eine der Herausforderungen des stationären Handels. Eine weitere Chance, Kunden zu locken und zu binden, besteht darin, das Shoppen zum Event zu machen. Wir haben 10 Tipps zusammengestellt, die Ihren Kunden ein einzigartiges Einkaufserlebnis garantieren.

Tipp 1: Nahtloser Übergang zu Mobile Shopping

Die meisten User suchen mit dem Smartphone und Tablet nach neuen Produkten. Gemütlich im Café bei einem Glas Latte Macchiato zu sitzen und mit dem Smartphone die Angebote der Geschäfte in der nahen Umgebung abzuklappern, gehört für viele Menschen zum Shoppingbummel. Wissen Kunden durch die visuelle Warenpräsentation im Internet, was sie in den Läden erwartet, gewinnen die stationären Geschäfte neue Kunden und locken Bestandskunden an.

Tipp 2: Optik und Service verbinden

Damen und Herren genießen den Service eines Personal Shoppers beim Kaufen von Kleidung. Von ausgebildeten Verkäufern begleitet zu werden und auf ihre Körpermaße passende Kleidung präsentiert zu bekommen, ist ein Service, den hochwertige Bekleidungsgeschäfte bieten. Sie ergänzen die Visual Merchandising-Konzepte der Läden um die menschliche Komponente. Die Verkäufer erzählen die Geschichte zu den visuellen Erlebniswelten. Sie verbinden Optik und Service.

Tipp 3: Großzügiger Wartebereich

Ein kleines Café bzw. ein großzügiger Wartebereich mit freiem W-LAN, einem gut sortiertem Zeitschriftensortiment und einem persönlichen oder automatisiertem Getränkeservice sorgt dafür, dass Partner und Einkaufstüten gut aufgehoben sind. Fühlen sich die überwiegend männlichen Gäste wohl, können die Damen entspannt shoppen. Stationäre Läden, zu deren Zielgruppen Familien gehören, integrieren gut ausgestattete Kinderspiel-Ecken in den Wartebereich. Ihr Konzept auf die Produkte im Laden abzustimmen, unterstützt die Markenbildung.

Tipp 4: Erlebnis Gastronomie

Ein ausgeklügeltes Gastromie-Konzept mit auf die Zielgruppe abgestimmten kulinarischen Spezialitäten gehört zu jedem größeren Store. Ob es der Bücherladen mit Lesecafé oder der Bekleidunghändler mit dem Sterne-Restaurant ist – das Angebot an Essen und Trinken ist Teil des Shopping-Erlebnisses und sorgt für eine längere Verweildauer. Ob Shopbetreiber einen externen Dienstleister in die eigenen Verkaufsflächen integrieren oder selbst die Gastronomie führen, macht für die Kunden keinen Unterschied. Letzteres bietet den Einzelhändlern größere Gestaltungsmöglichkeiten in der optischen Gestaltung.

Tipp 5: Wandelbarer Innenraum

Ein offener Ladenbau mit wenigen, flexibel gestaltbaren Innenwänden sorgt für eine große Wandlungsfähigkeit. Sich Kunden beständig im neuen Look zu präsentieren, garantiert Abwechslung und Anziehungskraft. Den Innenraum für große Veranstaltungen wie Modenschauen und Info-Veranstaltungen umzugestalten, ist bei ausreichendem Platzangebot unkompliziert. Events haben eine große Werbewirksamkeit. Mit einer professionellen Lichtgestaltung werden sie zum großen Ereignis.

Tipp 6: Influencern Raum geben

Influencer sind Personen, die einen hohen Bekanntheitsgrad auf Social Media-Plattformen genießen. Als Träger für Werbung und Marketing spielen sie eine große Rolle. Douglas stellt ihnen in seinem Flagship-Store unter den Linden einen eigenen Raum zur Verfügung, in dem sie ihre Beauty-Videos und Produktpräsentationen ohne Zeitdruck und unter professionellen Bedingungen drehen können. Kunden, die Möglichkeit zu geben, die Influencer-Erfahrung mit professioneller Hilfe vor Ort zu wiederholen, zieht Zielgruppen an, die großen Wert auf Trends legen. Eine Click & Collect-Station macht das Nachshoppen leicht: Kunden können die Produkte online auswählen, bezahlen und ohne Wartezeit vor Ort im Store abholen.

Tipp 7: Mit Displays verkaufen

Das persönliche Verkaufsgespräch unterscheidet Online-Shopping und stationäres Geschäft. Gut geschulte Verkäufer schaffen es, neben den Vermittlung tatsächlicher Produkteigenschaften, Kunden für ein Produkt zu begeistern. Display und Screens übernehmen die Funktion von menschlichen Verkäufern. Sie informieren über die Vorteile und geben den Kunden die Möglichkeit, sich ausführlich mit einem separat von den übrigen Waren präsentiertem Produkt zu beschäftigen.

Tipp 8: Shop in Shop-Konzept

Das Konzept, Kunden in bester Einkaufslage ein neuartiges Retail- und Shop in Shop-Konzept zu liefern, brachte dem Vaud Store in Hannover die Auszeichnung „Store of the Year“ des HDE (Handelsverband Deutschland). Luxus und Design bietet der Betreiber Realtale den Kunden, der sich selbst als Markenvermittler sieht. Er verdient durch das Vermieten der Fläche. Der spielerische Ansatz mit Touchscreens, hervorragender Beratung und das physische Ausprobieren der Produkte sorgen für ein spannendes Einkaufserlebnis, das auch Digital Natives erreicht. Nicht das Verkaufen steht im Vordergrund, sondern das Begeistern. Dieses Shop in Shop-Konzept im Kleinen zu übernehmen und in traditionelle Verkaufsflächen zu integrieren, sorgt für Abwechslung: Pop up-Stores heißen die trendigen Geschäfte, die sich temporär in Verkaufsflächen einmieten.

Tipp 9: Multisensorik

Die größte Bedeutung beim Shopping-Erlebnis kommt im Einzelhandel der visuellen Kommunikation zu. Die Läden nicht mit Produkten zu überfrachten, ergänzend mit Musik und Düften zu verkaufen sowie den Tastsinn optimal anzusprechen sind wichtige Faktoren, um den Kunden multisensorische Einkaufserlebnisse zu bieten. Die Interaktion mit Verkäufern und Verkäuferinnen, ob in digitaler Form im Sinne von großen Touchscreens oder realen Menschen, spielt eine wichtige Rolle für das Treffen einer Kaufentscheidung. Die Ansprache aller Sinne bietet einem Einzelhändler zusätzliche Möglichkeiten, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Tipp 10: Self-Service-Bezahlung

Mit optischen Sensoren und digitaler Auswertung lässt sich die Anzahl geöffneter Kassen optimal berechnen, um Kunden eine maximal akzeptable Wartezeit zu gewährleisten. Zu Stoßzeiten und saisonal bedingt kommt es in stationären Geschäften immer wieder zu Wartezeiten. Kunden brechen den Kaufvorgang entnervt ab. Die Möglichkeit technik-affinen Kunden Kassen zum Scannen in Eigenregie zur Verfügung zu stellen, entlastet die mit Verkaufspersonal besetzten Kassen. Sie sind die optimale Ergänzung eines Visual Merchandising-Konzeptes im Laden, in dem der Kunde so selbständig wie möglich agieren kann.

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Quellen:

zukunftdeseinkaufens.de/erlebnis-stores-so-geht-einkaufen-in-2025/

garhammer.de/files/5414/7487/4492/BM_4-5.pdf

e-commerce-magazin.de/shop-in-shop-konzept-vaund-store-wird-zum-store-of-the-year-praemiert/

jll.de/de/trends-and-insights/staedte/ein-erfolgsrezept-wie-sich-einzelhaendler-durch-die-gastronomie-inspirieren-lassen

handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/einzelhandel-so-will-vaund-das-shopping-neu-erfinden/25288396.html?ticket=ST-499074-TwhUAMrtaWSiigsumIT5-ap5

vertriebszeitung.de/vom-kunden-zum-fan-beraten-sie-noch-oder-begeistern-sie-schon/

t-systems.com/de/de/branchen/digitalisierung-fuer-den-stationaeren-handel

dasspielzeug.de/Handel/Kunden-bevorzugen-Einkaufserlebnis-im-Laden

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Beitragsbild © Pexels / Pixabay

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